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Transaktionsvolumen bei Industrie- und Logistikimmobilien auf Rekordniveau

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In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurde eine Rekordsumme von 5,9 Milliarden Euro in deutsche Industrie- und Logistikimmobilien investiert. Laut dem Immobiliendienstleister Colliers ist dies nach dem Jahr 2017 das zweitstärkste je gemessene Ergebnis zum Ende eines dritten Quartals. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Ergebnis rund 19 Prozent über dem Vergleichswert und im Vierjahresdurchschnitt wurde ein Plus von 18 Prozent generiert.

Mit rund 44 Prozent am gesamten Transaktionsvolumen bleibt der Anteil des internationalen Kapitals weiterhin stabil, so Colliers. Im Vergleich zum Vor-Pandemie-Niveau liegt der Wert rund 14 Prozentpunkte unterhalb des Ergebnisses aus dem Jahr 2019 (58 Prozent). Rund zwei Drittel des internationalen Kapitals stammen von europäischen Anlegern. Unten den europäischen Investoren haben britische Anleger eine Rekordanzahl von knapp 40 Logistikimmobilien in Deutschland erworben. Dabei flossen rund zwei Drittel der britischen Gelder in Logistikimmobilien außerhalb der Top 7-Investmentzentren.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum blieb der Anteil an Portfoliokäufen auf einem stabilen Niveau von rund 31 Prozent. Dabei fanden in den Monaten April bis Juni mit sieben Paketverkäufen die meisten Portfolio-Transaktionen statt. Im dritten Quartal wurden drei großvolumige Portfolios gehandelt. Im langjährigen Vergleich bleibt der Anteil der Portfolio-Verkäufe mit sieben Prozentpunkten deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019.

Insgesamt wurden im dritten Quartal rund zwei Drittel aller Einzeltransaktionen durch nationale Investoren getätigt, während die Portfolien überwiegend an ausländische Investoren veräußert wurden.

Das Renditeniveau für Core-Logistikimmobilien in den Top-Lagen mit bonitätsstarkem Mieter ist im dritten Quartal weiter auf 3,4 Prozent gesunken. Dies entspricht einem Rückgang um 50 Basispunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Insbesondere seit der zweiten Jahreshälfte 2020 befinden sich die Renditen im Tiefflug. Seit dem vierten Quartal 2020 erkennen wir, dass sich im Durchschnitt die Renditen von Quartal zu Quartal um rund 50 Basispunkte nach unten bewegen. Zur Jahresmitte wurden die ersten Transaktionen mit einem Kaufpreisfaktor von rund 30-fach erzielt und wir erwarten für das letzte Quartal weitere ähnlich teure Transaktionen“, erklärt Nicolas Roy, Head of Industrial & Logistics Germany bei Colliers.

„Die aktuelle Marktlage verspricht einige attraktive Transaktionen im vierten Quartal. Wir erwarten, dass das Jahresergebnis das Rekord-Transaktionsvolumen aus dem Vorjahr übertreffen wird. Die steigenden Baupreise werden die Kaufpreise für Projektentwicklungen weiter in die Höhe treiben. Die allgemeine Wirtschaftssituation und pandemiebedingten Reiseeinschränkungen werden sich im weiteren Verlauf des Jahres immer weiter stabilisieren. Als Folge erwarten wir mehr internationale Käufer, die den Preiskampf weiter erhöhen werden“, so Roy abschließend. (DFPA/JF1)

Colliers International Deutschland ist ein Immobilienberatungsunternehmen und an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Stuttgart und Wiesbaden vertreten. Das Dienstleistungsangebot umfasst unter anderem die Vermietung und den Verkauf von Büro-, Gewerbe-, Hotel-, Industrie-, Logistik- und Einzelhandelsimmobilien, Fachmärkten, Wohnhäusern und Grundstücken.

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